4 Parameter für agile Transformation

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Schlussfolgerungen aus erfolgreichen Praxisbeispielen

Immer mehr Unternehmen machen sich auf den Weg zu einem agilen, kooperativen oder purpose-getriebenen Unternehmensstil. Die Freiräume (Un)Conference in Graz und die internationale Business Agility Conference (BAC) in Wien waren wunderbare Gelegenheiten, solche Unternehmen und deren Weg dorthin kennenzulernen. Auf beiden Konferenzen präsentierten Unternehmen ihre Erfahrungen aus durchlebten Transformationsprozessen und gaben so wertvolle Insights.

Transformationsprozesse aus der Praxis und deren Erfolge

Auch wenn die UnternehmensvertreterInnen klar stellten, dass ihr Transformationsweg nicht immer leicht war – unter anderem mit der Aussage „Es war ein Höllenritt“ – so lassen sie nach 1 ½ bis 2 Jahren absolut keinen Zweifel daran aufkommen, dass sich der Umbruch in der Art der Zusammenarbeit gelohnt hat. Dies sei an den folgenden Erfolgen exemplarisch gezeigt:

Parameter für erfolgreiche agil-soziokratische Transformation

Die Transformationswege dieser Unternehmen zeigen in all ihrer Verschiedenheit auch Gemeinsamkeiten. Nachfolgend vier Parameter, die für den Erfolg essentiell sind:

1. Mindset und Commitment der Unternehmensleitung

2. Geteilte Werte und Prinzipien

3. Unterstützende Architektur

4. Professionell begleiteter Prozess

1. Mindset und Commitment der Unternehmensleitung

Die Zielerreichung einer Transformation steht und fällt mit dem Mindset und Commitment der Unternehmensleitung. Die neue Leadership-Rolle muss verstanden werden.

Für eine agile und soziokratische Transformation ist ein offenes und kooperatives Mindset Voraussetzung. Es geht vor allen darum, dass die Menschen ihren Wahrnehmungs- und Verantwortungsraum erweitern können, und dass sie ihre Selbstwirksamkeit erkennen und einsetzen.

→ offenes und kooperatives Mindset ist Voraussetzung

2. Geteilte Werte und Prinzipien

Unabhängig von der Entwicklung einzelner Personen – den Führungskräften – braucht es eine gemeinsame Basis, Werte und Prinzipien, die von allen geteilt und akzeptiert werden.

Gut abgestimmte Werte und Prinzipien sind dazu da, den Menschen im Unternehmen für ihre Entscheidungen und Handlungen Orientierung zu geben. Insbesondere in unsicheren Veränderungssituationen unterstützen anerkannte Prinzipien die Menschen dabei, sich aus ihrer Komfortzone zu bewegen und ihr Potenzial dem Prozess zur Verfügung zu stellen.

→ agile Werte und soziokratische Prinzipien geben Orientierung und Halt

3. Unterstützende Architektur

Um entlang von Werten und Prinzipien zu handeln, ist ein strukturgebender Rahmen gefragt, der Transparenz und ausreichende Freiheiten gewährleistet, damit sich das Unternehmen Schwarmintelligenz zunutze machen kann – oder anders ausgedrückt, damit sich ein Wolfsrudel in einen Vogelschwarm verwandeln kann.

Es ist also das Kunststück zu vollbringen, die organisationale Architektur flexibel und gleichzeitig rahmengebend zu gestalten. Lebendige Kreisstrukturen, die netzwerkartig verbunden sind, scheinen diesem Erfordernis gut zu dienen.

→ Flexible Kreisstrukturen und dynamische, selbstlernende Prozesse unterstützen innovative Unternehmen

4. Professionell begleiteter Prozess

Der Weg zu einem gelebten agilen Mindset, zu allseits geteilten Prinzipien und einer passenden Architekur ist ein tiefgreifender Transformationsprozess.

Dieser Weg der Veränderung mit all seinen Phasen will professionell begleitet und geleitet sein. Ein entscheidender Erfolgsfaktor dabei ist ein enges Zusammenspiel zwischen externen ExpertInnen und internen Change Agents.

→ Transformationsteam mit externen und internen ExpertInnen besetzen

 

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